Der Deutsche Pflegepreis

Verleihung des Deutschen Pflegepreises 2017 im Wintergarten Varieté Berlin

Der Deutsche Pflegepreis

Mariella Ahrens, Laudatorin des „Schlütersche Freundespreis der Pflege“ und Lutz Bandte, Geschäftsführer der Schlüterschen Verlagsgesellschaft

Der Deutsche Pflegepreis

Preisträger des Deutschen Pflegepreises des DPR, Prof. Dr. Michael Isfort, umrahmt von Vorjahres-Preisträgerin Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Witgenstein und Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK

Deutscher Pflegepreis Video

Der Deutsche Pflegepreis

Hier finden Sie das Video zur Verleihung 2017

Der Deutsche Pflegepreis

Der Deutsche Pflegepreis zeichnet Persönlichkeiten und Institutionen aus, die sich für die Pflege stark machen und sich engagiert für das Wohl von Pflegenden und Patienten einsetzen, ihnen eine Stimme geben und die gesellschaftliche Wertschätzung für die Pflege und ihre Berufsangehörigen vorantreiben. 

Vor 18 Jahren wurde der erste Deutsche Pflegepreis vom Deutschen Pflegerat ausgelobt. Am 23. März 2017 wurde der Deutsche Pflegepreis nun erstmalig in neuer, herausgehobener Form in fünf verschiedenen Kategorien auf einer festlichen Gala im Rahmen des Deutschen Pflegetags in Berlin verliehen. 

Vergeben wurde der Preis bisher unter anderem an Prof. Dr. Ruth Schröck, die frühere Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer, die Robert-Bosch-Stiftung, Prof. Dr. Doris Schiemann und Prof. Dr. Frank Weidner, an die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer und Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein.

Das war der Deutsche Pflegepreis 2017 in Bildern

Deutscher Pflegepreis des DPR

Seit 1999 verleiht der Deutsche Pflegerat den renommierten Deutschen Pflegepreis an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben. Der Preis ehrt und würdigt ihre Arbeit und ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege. Er setzt wichtige Akzente und würdigt Meilensteine in der Entwicklung der Pflegeberufe.

Kriterien

  • Besondere Verdienste
    • Lebenswerk; Innovation; Schaffung von neuen Strukturen; (berufs)politischer Erfolg; gesellschaftliche Relevanz; Zivilcourage; vernachlässigtes Thema/Gruppe für Pflege erschlossen; gegen viele Widerstände durchgesetzt
  • Nachhaltigkeit
    • Gesellschaftlicher Nutzen; Veränderung pflegerischer Praxis auf breiter Basis; gesellschaftliche/interprofessionelle Aufmerksamkeit/Relevanz
  • Bereiche
    • Politik; Bildung; Management; Praxis; Medien; Wissenschaft; Ethik
  • Diversity-Aspekte
    • Geschlecht; Fachbereiche; Pflege/Hebammen-Bezug; Pflege/Nicht-Pflege ; Ehrenamt/beruflich; Anerkennung für Leistung vs. Förderung einer Idee/eines Engagements

Jury

Der Deutsche Pflegepreis wird jährlich vom DPR an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die sich in besonderer Weise und mit nachhaltigem Effekt um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland verdient gemacht haben. Nominierungen erfolgen durch die Mitgliedsverbände des DPR. Die Entscheidung über den/die Preisträger/-in fällt die Ratsversammlung anhand einer geheimen Wahl.

Preisträger 2017

Prof. Dr. Michael Isfort

  • Professor für Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW), Fachbereich Gesundheitswesen, Abteilung Köln
  • Dr. rer. medic.
  • Diplom-Pflegewissenschaftler (FH)
  • Krankenpfleger

Prof. Dr. Michael Isfort beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit Themen der professionellen Pflege. Mit zahlreichen Analysen, Studien und Vorträgen trägt er nachhaltig zur Professionalisierung der Pflege und Weiterentwicklung der Pflegequalität bei. Das ‚Pflegethermometer‘ ist ein nicht mehr wegzudenkender Beitrag zur Zustandsbeschreibung der beruflichen Pflege in Deutschland. Mit verschiedenen Gesundheits- bzw. Pflegepersonalstatistiken auf Landesebene setzt er mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung einen Qualitätsstandard. Der Deutsche Pflegerat schätzt an Prof. Dr. Michael Isfort darüber hinaus, dass sein wissenschaftliches Arbeiten immer auch eine berufspolitische Perspektive enthält.

„Mit ungeheurer Freude hat mich die Nachricht erreicht, dass ich für den Deutschen Pflegepreis 2017 nominiert wurde. Wie so viele andere Mitstreiterinnen und Mitreiter in der Pflege ist es mir ein Anliegen, die pflegerische Praxis und auch die Pflegepolitik mitzugestalten und so die zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Versorgungssicherung mit pflegerischer Expertise im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu befördern. Vom Deutschen Pflegerat wahrgenommen zu werden als jemand, der bereits mit seinem bisherigen Tun die Professionalisierung der deutschen Pflege substanziell bereichert hat, macht stolz und spornt mich zugleich an, auch zukünftig weiter daran zu arbeiten.“

Deutscher Pflegepreis - Preisträger Michael Isfort

Schlütersche Freundespreis der Pflege

Die Schlütersche verleiht im Jahr 2017 erstmalig den Freundespreis der Pflege an eine Person des öffentlichen Lebens, die sich ehrenamtlich für das Thema Pflege engagiert. Durch die Vergabe soll deutlich gemacht werden, dass die Pflege eine Vielzahl von Unterstützern hat, die ihr den Rücken stärken. Dieses Engagement soll durch den Freundespreis der Pflege hervorgehoben werden.

Kriterien

Der Schlütersche Freundespreis der Pflege ehrt Personen des öffentlichen Lebens, die sich ehrenamtlich durch besonderes Engagement und Unterstützung in der Pflege verdient gemacht haben. Dabei sollte diese Person nicht direkt aus dem Bereich Pflege kommen, sondern sich als „Freund“ durch einen persönlichen Bezug oder persönliches Anliegen für die Profession stark machen. Besonders Personen, die sich durch die Unterstützung von Stiftungen, Vereinen, Initiativen oder Sonderprojekten im Bereich Pflege hervorheben, werden bedacht, sodass das Preisgeld von 3.000 Euro wiederum der geförderten Einrichtung zugutekommt.

Jury

Die Jury des Freundespreises der Pflege besteht aus Vertretern der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Die Jury wählt jährlich einen Preisträger aus. Das interne Gremium bestehet aus Lutz Bandte (Geschäftsführer der Schlüterschen), Hanne Jungclaus (Leiterin der Unternehmenskommunikation ), Kerstin Werner (Leiterin des Content-Bereichs Pflege) Olaf Groß (Chefredakteur des Magazins nobilis). Der Freundespreis der Pflege ist mit 3.000 Euro dotiert und geht zugunsten der Stiftung, Einrichtung oder Vereins des Preisträgers.

Preisträger 2017

Außerordentliches Engagement in der Profession Pflege muss honoriert werden. Dr. Eckart von Hirschhausen ist ein Unterstützer der ersten Stunde, der in seinen Bühnenprogrammen, in dem Bestseller ‚Wunder wirken Wunder‘, in seinen Fernsehauftritten und darüber hinaus dazu beiträgt, dass die Pflege in der Öffentlichkeit Gehör findet.

Preisträger Dr. Eckart von Hirschhausen freut sich über die Auszeichnung der Schlüterschen:

„Ab heute offiziell Freund der Pflege zu sein, ist mir eine große Freude. Wir brauchen viel mehr öffentliche Unterstützung für die größte und wichtigste Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Denn keiner von uns hat sich selber geboren, möchte einsam sterben oder alleine sein, wenn er Pflege benötigt. Aber wer pflegt die Pflege? Die Spende wird mit meiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN für neue Workshops für Pflegekräfte eingesetzt. Wir haben schon über 10.000 Teilnehmer geschult in Seelenhygiene, Achtsamkeit und Freude in der authentischen Begegnung. Und noch mehr gibt es zu tun, denn: Geht es der Pflege gut, geht es uns allen gut!“

Deutscher Pflegepreis - Preisträger Dr. Eckart von Hirschhausen

Deutscher Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe

Plötzlich Pflegefall - eine Lebenssituation, die Fragen aufwirft: 

  • Wie bleibe ich selbstbestimmt? 
  • Wo lebe ich und werde gepflegt? 
  • Wie schütze ich meine Angehörigen vor der Belastung? 

Um diese Lebenssituation zu meistern, sind dringend Antworten notwendig.

Auch für den Krankenversicherungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe, die UKV - Union Krankenversicherung, ist das eine Herzensangelegenheit. Deshalb fördert sie seit 2017 mit dem „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ zukunftsweisende Projekte in der Pflege. Der Preisträger darf sich freuen, denn er erhält für seine Idee ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Nutzen Sie Ihre Chance und machen Sie zum Thema „Pflege im Quartier“ mit.

Thema: Pflege im Quartier

Auf der Suche nach zukunftsweisenden Projekten

Auch in diesem Jahr wird die „Pflege im Quartier“ beim „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ großgeschrieben. Gesucht sind Lebensräume, die so gestaltet sind, dass (ältere) Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können und dort Unterstützung oder Pflege erhalten. Hierfür braucht es altersgerechten Wohnraum sowie Angebote häuslicher Pflege und Hilfe. Auch auf die gute Vernetzung der Generationen untereinander kommt es an. Wenn Menschen gemeinsam aktiv werden und sich gegenseitig unterstützen, stärkt das nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern jeden einzelnen Bewohner.

Experten aus Medizin, Pflege, Politik und Wirtschaft bewerten nach folgenden Kriterien:

  • Innovationskraft (u. a. Neuartigkeit, kreative Ausgestaltung)
  • Relevanz (u. a. Vorreiterrolle, Nachahmbarkeit)
  • Zukunftsfähigkeit (u. a. Ausbaufähigkeit, Dynamik)
  • Zielgruppe (u. a. gesellschaftlicher Aspekt)

Ihr Projekt bietet all das? Bewerben Sie sich. Sie kennen ein Quartier, das in Frage kommt? Schlagen Sie es vor.

Bewerbungsverfahren

In wenigen Schritten bewerben

1. Projekt wählen
Werden Sie selbst aktiv oder schlagen Sie andere vor. Teilnehmen können Projekte, Institutionen oder Vereine, die sich der Pflege im Quartier widmen und die folgenden Versorgungsangebote abdecken:

  • Wohnen als Grundversorgung
  • Ortsnahe Unterstützung & Pflege
  • Beratung & soziale Netzwerke

2. Teilnehmen
Füllen Sie einfach online das Formular aus unter: www.ukv.de/pflegepreis
Bis zum 30. November 2017 haben Sie Zeit.

3. Gewinnen
Die Experten wählen den Gewinner im Januar 2018. Zeitnah erfahren Sie dann, welches Projekt prämiert wurde. Den Gewinner wird zur Verleihung des „Deutschen Pflegepreises“ nach Berlin eingeladen.

Machen Sie mit!

Preisträger 2017

Projekt Galgenhalde in Ravensburg

So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, ist der Herzenswunsch vieler Menschen. Ausgehend von diesem Bedürfnis hat die Liebenau Lebenswert Alter gemeinnützige GmbH in Zusammenarbeit mit der Bau- und Sparverein eG 2007 das Quartiersprojekt Galgenhalde entwickelt und leistet in diesem Bereich Pionierarbeit. Ziel des Projekts ist eine selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung bis ins hohe Alter. Ermöglicht durch gute Infrastruktur und barrierefreien Wohnraum. Bei Bedarf bekommt man ortsnahe, professionelle Beratung, Betreuung und Unterstützung bis hin zur häuslichen Pflege. Darüber hinaus bietet das Projekt viele Kontaktmöglichkeiten und gemeinsame Aktivitäten. So gelingt eine innovative Wohn- und Lebensform mit hoher Lebensqualität.

Ein Porträt der Galgenhalde in einem dreiminütigen Film finden Sie hier.

Rahlentreff im Cafe

BGW Nachwuchspreis

Gesund in der Pflege – von Beginn an. Eure Ideen sind gefragt!

Neu im Job und schon Ahnung, wie gesundes Arbeiten geht? Exklusiv für Auszubildende gibt es den Nachwuchspreis beim Deutschen Pflegepreis. Macht mit, wenn ihr in der ambulanten oder stationären Pflege seid. Bewerben – und bis zu 5.000 Euro gewinnen.

BGW Nachwuchspreis Claim

So geht's

Jetzt bewerben!

Von Beginn an: gesund pflegen.
In der Ausbildung helft ihr Menschen und macht ihr Leben so angenehm wie möglich. Na klar, euer Beruf ist Berufung. Eure Patientinnen oder Bewohner sind euch ans Herz gewachsen. Doch um die eine oder andere Herausforderung kommt ihr nicht herum: Wenn viel zu tun ist, fühlt man sich oft einfach nur erledigt. Und täglich begegnen euch Krankheiten, Einschränkungen und Trauer.

Voller Einsatz! Und trotzdem gesund!
Zum Glück gibt es Techniken, Tipps und Tricks, mit denen ihr gesund bleibt – auch wenn’s im Job rund geht: Im Team haltet ihr zusammen, alle helfen, wo sie können. Klar ist, dass ihr auf rückengerechtes und hygienisches Arbeiten achtet und euren Körper im richtigen Maß belastet.

Neue Ideen – ein Fall für den Nachwuchs
Gesundes Arbeiten ist für euch eine Herzensangelegenheit und ihr möchtet etwas verändern? Dann lasst eure Ideen sprudeln. Beim Nachwuchspreis 2018 geht es darum, welche Ideen ihr für eine bessere ambulante und stationäre Pflege habt.

Gut gedacht, gut gemacht, gut gepflegt
Zeigt was ihr drauf habt – ganz nach dem Motto des Nachwuchspreises: Gut gedacht, gut gemacht, gut gepflegt. Wie bleibt ihr im Pflegeberuf fit? Wie sollte euer Betrieb oder eure Station organisiert sein, damit der Job niemanden krank macht? Was wird in der Ausbildung und der Praxisanleitung besonders gut gemacht? Zeigt es (den) anderen! Auch als Azubis könnt ihr eine Menge bewegen. Von euren Einfällen sollen alle in der Pflege profitieren. Deshalb stellt der Nachwuchspreis 2018 die besten Ideen für gesundes Arbeiten vor. Und wo ihr nicht weiter wisst, fragt ihr einfach eure Lehrkräfte oder erfahrene Kolleginnen oder Kollegen – nutzt sie als euren Coach!

Unser YouTube Film verrät euch mehr über den Wettbewerb.

Jetzt bewerben!

Kriterien

Bis Ende November 2017 bewerben!

Erste Bedingung: Ihr seid noch in der Ausbildung.
Zweite Bedingung: Euer Team besteht aus mindestens drei Azubis.
Bewerbungszeitraum: Mitte Mai 2017 bis Ende November 2017

Schickt uns Bilder oder Filme und eine Beschreibung eurer Idee.
Sie soll zeigen, wie ihr im Pflegejob fit bleibt. Denkt dabei zum Beispiel an Themen wie rückengerechtes Arbeiten, die Vermeidung von psychischen Belastungen, Hygiene von A bis Z oder daran, wie die Haut gesund bleibt.

Die Jury bewertet eure Bewerbungen anhand folgender Fragen:

  • Wie relevant ist die Idee für euren Job und euren Betrieb?
  • Wie innovativ ist die Idee?
  • Wie gut können auch andere Betriebe sie umsetzen?
  • Inwieweit fördert sie die eigene Gesundheit, die des Teams und die der weiteren Beschäftigten?
  • Wie nachhaltig sind die Vorschläge für den Betrieb?

Unser YouTube Film verrät euch mehr über den Wettbewerb.

Fragen? Dann schreib uns an: nachwuchspreis@bgw-online.de

Und hier könnte ihr teilnehmen

Jury

Jan Gruber

Jan Gruber leitet seit 2009 den Bereich Externe Kommunikation der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Hierbei betreut er Webangebote, die Magazine für Auszubildende und Kampagnen – zuletzt die Aktivitäten für das Friseurhandwerk „Lebe Deinen Traum. Mit Glamour Style und schönen Händen“. Nach kaufmännischer Ausbildung und Magisterstudium der Politischen Wissenschaft war er als Presse- und Kampagnenleiter bei gemeinnützigen Organisationen tätig. Im Jahr 2000 begann er bei der BGW als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ilka Graupner

Ilka Graupner
Diplom Medizinpädagogin
Physiotherapeutin

Themenschwerpunkte bei der BGW:

  • Schulungs- und Beratungskonzepte zur Prävention und Rehabilitation von Muskel-Skelett-Erkrankungen
  • 3 Jahre Berufstätigkeit in der Jugend-Berufshilfe
  • 10 Jahre physiotherapeutische Tätigkeit in der orthopädischen und neurologischen Praxis
Dr. rer medic Sascha Schmidt

Dr. rer. medic. Sascha Schmidt machte im Jahr 1995 eine Ausbildung zum Krankenpfleger am Psychiatrischen Krankenhaus in Bad Emstal. Anschließend studierte er an der Universität Witten/Herdecke Pflegewissenschaft und schloss dieses Studium im Mai 2005 mit dem Master of Science in Nursing ab. Nach dem Studium arbeitete er zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pflegewissenschaft-Epidemiologie, Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, ehe er von Juni 2007 bis Januar 2012 am Institut für Sicherheitstechnik der Universität Wuppertal die Fachgruppe Pflegeforschung mit aufbaute und anschließend auch leitete. 2014 promovierte Sascha Schmidt zum doctor rerum medicinalium (Dr. rer. medic.) mit dem Thema „Arbeitsbedingungen von Pflegenden in stationären Altenpflegeeinrichtungen“ an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. Seit Februar 2012 arbeitet Sascha Schmidt als Aufsichtsperson nach dem Sozialgesetzbuch VII bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in der Bezirksstelle Bochum.

HARTMANN Pflegepreis

Mit dem HARTMANN Pflegepreis bieten wir der Pflege eine Plattform, um deren Professionalität und Eigenständigkeit zu dokumentieren, damit aktiv die Aufwertung und Anerkennung der Pflege zu unterstützen und neue Ideen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Dabei sind keine theoretisch-wissenschaftlichen Arbeiten gefragt, sondern Projekte, Ideen und Lösungen, die innovativ und wegweisend sind und sich bereits in der Praxis bewährt haben.
Der HARTMANN Pflegepreis hat eine lange Tradition, denn er wurde erstmals bereits 1988 in Deutschland ausgeschrieben. Dabei ging es um „Tipps zum Umgang mit stuhlinkontinenten Patienten“. In den folgenden Jahren standen dann viele höchst relevante Pflegethemen im Fokus des Preises: von „Pflegekonzepten zum Umgang mit demenzkranken Menschen“ über die „Bedeutung einer interdisziplinären Pflege bei der Versorgung chronischer Wunden“ bis hin zum „sensiblen Umgang mit inkontinenten Menschen“. Von 1992 bis 2004 wurde der Preis als HARTMANN Care Award außerdem in fünf weiteren europäischen Ländern ausgeschrieben.

Entlassmanagement – das Thema 2017
Ein professionelles und patientenorientiertes Entlassmanagement stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. So werden im Zuge der demographischen Entwicklung auch Klinikpatienten immer älter und leiden oft zusätzlich an belastenden Mehrfacherkrankungen. Hinzu kommt, dass bedingt durch den Strukturwandel in der deutschen Krankenhaus-Landschaft Patienten immer schneller entlassen werden. Beide Konstellationen führen bei vielen Patienten zu einem erhöhten Risiko poststationärer Versorgungsprobleme, woraus sich ein weiterer, erheblicher Pflege- und Unterstützungsbedarf ergeben kann. Um solche Versorgungslücken erst gar nicht entstehen zu lassen, wurde das Entlassmanagement gesetzlich neu geregelt. Ab Mitte 2017 sind Krankenhäuser dazu verpflichtet, jedem Patienten – und nicht nur Risikopatienten – ein Entlassmanagement anzubieten.
Dass diese Situation für Kliniken mit einem enormen organisatorischen und auch bürokratischen Aufwand verbunden sein wird, liegt auf der Hand. Gefragt sind also Lösungen, die einerseits die Anschlussversorgung des Patienten aus der voll- und teilstationären Versorgung verlässlich und nach individuellen Erfordernissen sicherstellen, und andererseits die fachlichen und organisatorischen Strukturen eines Krankenhauses, aber auch von ambulanten Pflegediensten sowie Pflegeheimen nicht überfordern. Und wie so oft im Pflegealltag, kommt auch in diesem vielschichtigen Prozess der Pflegefachkraft strukturierende und steuernde Aufgaben zu.

Bewerbungsverfahren

Ihr Beitrag zum HARTMANN Pflegepreis 2017

Wer kann teilnehmen?

Mitmachen kann jeder, der in der stationären oder ambulanten Pflege tätig ist. Ganz gleich ob in der Krankenpflege, Altenpflege oder anderen Bereichen. Sie können als Einzelperson oder als Gruppe teilnehmen.

Wie soll mein Beitrag aussehen?

Beschreiben Sie auf 4 bis 6 Seiten (das entspricht max. 15.000 Anschlägen mit Leerzeichen) Ihr Konzept zum Entlassmanagement in Theorie und Praxis. Erläutern Sie die gedanklichen Hintergründe Ihres Konzepts und schildern Sie vor allem, wie Sie diese Vorstellungen in Ihrer täglichen Arbeit umgesetzt haben. Eine mögliche Gliederung könnte dabei so aussehen:

  • Ausgangslage: Was hat Sie motiviert, das Entlassmanagement zu verbessern? Was war der Auslöser für Ihr Handeln?
  • Ziel: Was sollte mit dem Konzept erreicht werden?
  • Konzept / Idee: Welche Ideen hatten Sie, um dieses Ziel zu erreichen? Was musste geändert, verbessert oder anders gemacht werden?
  • Maßnahmen: Wie sah die konkrete Umsetzung in der Praxis aus? Auf welche Widerstände sind Sie gestoßen und wie haben Sie diese bewältigt?
  • Ergebnis: War Ihr Projekt erfolgreich? Und wenn ja, warum? Was waren die Erfolgsfaktoren und wie hat sich das Entlassmanagement bei Ihnen verändert?

Wie reiche ich meinen Beitrag ein?

Senden Sie einfach Ihren Beitrag per Post an PAUL HARTMANN AG, Beatrice Petzold – Marketing Deutschland, Paul-Hartmann-Straße 12, 89522 Heidenheim oder per E-Mail an pflegepreis@hartmann.info.
Einsendeschluss ist der 30. September 2017.

Wie ist der HARTMANN Pflegepreis dotiert?

Unter allen Einsendungen werden die besten drei Arbeiten von einer unabhängigen Jury namhafter Praktiker aus der Pflege bewertet und mit dem HARTMANN Pflegepreis ausgezeichnet. Dieser ist für die beste Arbeit mit 3.000 Euro dotiert - die zweitbeste ist mit 2.000 Euro und die drittbeste mit 1.000 Euro honoriert. Zusätzlich laden wir die drei Gewinner zur Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Pflegetags Mitte März 2018 nach Berlin ein. Die konkrete Durchführung werden wir mit den Gewinnern dann entsprechend abstimmen. Die prämierten Arbeiten veröffentlichen wir im Internet damit auch andere von Ihren guten Ideen profitieren können oder Anregungen für den eigenen Pflegealltag bekommen. Mit der Einsendung bestätigen Sie, dass HARTMANN ein Veröffentlichungsrecht an den Ergebnissen erhält und gestatten HARTMANN darüber hinaus, die eingereichten Ideen intern weiterzuverwenden.

Kriterien

Als Beiträge für den HARTMANN Pflegepreis 2017 interessieren uns Projekte oder einzelne Maßnahmen des Entlassmanagements, an denen Sie als Pflegefachkraft einen entscheidenden Anteil hatten und so zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. Dabei geht es z. B. um diese Fragen:

  • Wie haben Sie durch Ihr Engagement oder Ihre Ideen das Entlassmanagement im Sinne Ihrer Patienten verbessert?
  • Welchen Einfluss hatte Ihr pflegerisches Fachwissen dabei?
  • Wie haben Sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestaltet und damit Ihr Entlassmanagement zum Erfolg geführt?
  • Und mussten Sie dabei Widerstände überwinden?

Von besonderem Interesse ist die sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Deshalb sind Projekte, die in der Klinik initiiert wurden, genauso gefragt wie Konzepte aus dem ambulanten Bereich oder aus der stationären Altenpflege.

Jury

Eine unabhängige Jury namhafter Praktiker bewertet die Einsendungen und prämiert die drei besten Konzepte. Zur Jury gehören:

  • Barbara Glasmacher, Abteilungsleitung Case Management / Sozialdienst im Klinikum Dortmund
  • Suzanne Matthiä, Assistentin der PDL, Kliniken Köln – Krankenhaus Merheim
  • Michael Wipp, Geschäftsführer Pflege, Qualität, Politik, Orpea Deutschland Karlsruhe
  • Barbara Friesel, PAUL HARTMANN AG, Heidenheim

Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung unterstützt den Deutschen Pflegepreis, weil damit Menschen geehrt werden, die sich in der oder für die Pflege engagieren. Indem der Preis ihre besonderen Leistungen auszeichnet, trägt er selbst mit dazu bei, der Pflege die ihr gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auch wenn in dieser Hinsicht in den letzten Jahren Einiges vorangekommen ist, bleibt noch viel zu tun, um gute Pflege auf Dauer zu sichern. Die Bertelsmann Stiftung wird sich dafür mit ihren Projekten weiter einsetzen.