Der Deutsche Pflegepreis

Die Preisträger wurden im Rahmen einer festlichen Gala am 14. März 2018 geehrt.

Der Deutsche Pflegepreis

Pflege geht uns alle an – das ist eine der Kernbotschaften des Deutschen Pflegepreises, der höchsten nationalen Auszeichnung im Bereich der Pflege.

Der Deutsche Pflegepreis prämiert in fünf Kategorien Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für die Pflege einsetzen und die für die Pflege Stellung beziehen. Ihr Engagement für das Wohl von Pflegenden und Patienten erhält so einen öffentlichen Rahmen und die nötige Wertschätzung.

Der Deutsche Pflegepreis 2018 wurde am 14. März auf einer festlichen Gala im Vorfeld des Deutschen Pflegetags in Berlin verliehen. Informationen zu den Kategorien sowie zu früheren Preisträgern finden Sie auf diesen Seiten. 


Fotos von der Gala finden Sie auf unserer Presseseite.

Deutscher Pflegepreis
verliehen vom DPR

Seit 1999 verleiht der Deutsche Pflegerat den renommierten Deutschen Pflegepreis an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben. Der Preis ehrt und würdigt ihre Arbeit und ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege. Er setzt wichtige Akzente und würdigt Meilensteine in der Entwicklung der Pflegeberufe.

Preisträger 2018

KARL-JOSEF LAUMANN, PREISTRÄGER DES DEUTSCHEN PFLEGEPREISES 2018

Der Deutsche Pflegepreis ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege und wird vom Deutschen Pflegerat e. V. (DPR) seit 1999 vergeben. Preisträger im Jahr 2018 ist Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Karl-Josef Laumann hat als erster Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und zugleich Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium die Pflegepolitik in der letzten Legislaturperiode geprägt und ihr eine starke Stimme gegeben. Er hört zu, was die professionell Pflegenden zu sagen haben. Er anerkennt und wertschätzt ihre Arbeit.

Karl-Josef Laumann hat Meilensteine in der Pflege gesetzt; sei es bei der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation, beim Pflegeberufereformgesetz, für die Mitbestimmung der Pflegefachpersonen in Pflegekammern sowie für mehr Pflegefachpersonen und eine bessere Bezahlung. Karl-Josef Laumann ist ein würdiger Preisträger des Deutschen Pflegepreises. Die Pflege in Deutschland ist dank ihm ein gutes Stück vorangekommen.

Karl Josef Laumann - Deutscher pflegepreis

Kriterien

  • Besondere Verdienste
    • Lebenswerk; Innovation; Schaffung von neuen Strukturen; (berufs)politischer Erfolg; gesellschaftliche Relevanz; Zivilcourage; vernachlässigtes Thema/Gruppe für Pflege erschlossen; gegen viele Widerstände durchgesetzt
  • Nachhaltigkeit
    • Gesellschaftlicher Nutzen; Veränderung pflegerischer Praxis auf breiter Basis; gesellschaftliche/interprofessionelle Aufmerksamkeit/Relevanz
  • Bereiche
    • Politik; Bildung; Management; Praxis; Medien; Wissenschaft; Ethik
  • Diversity-Aspekte
    • Geschlecht; Fachbereiche; Pflege/Hebammen-Bezug; Pflege/Nicht-Pflege ; Ehrenamt/beruflich; Anerkennung für Leistung vs. Förderung einer Idee/eines Engagements

Jury

Der Deutsche Pflegepreis wird jährlich vom DPR an Persönlichkeiten oder Institutionen verliehen, die sich in besonderer Weise und mit nachhaltigem Effekt um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland verdient gemacht haben. Nominierungen erfolgen durch die Mitgliedsverbände des DPR. Die Entscheidung über den/die Preisträger/-in fällt die Ratsversammlung anhand einer geheimen Wahl.

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Freund der Pflege" verliehen von der Schlüterschen

Die Schlütersche engagiert sich seit Jahren für den Bereich der Pflege. Verliehen wird der „Freundespreis“ an eine Person des öffentlichen Lebens, die sich ehrenamtlich für das Thema Pflege engagiert. Wir wollen zeigen, dass die Pflege eine Vielzahl von Unterstützern hat, die ihr den Rücken stärken und es auch ehrenamtliches Engagement von Personen aus der Öffentlichkeit braucht.

Preisträger 2018

TV-MODERATORIN UND MODEL SOPHIE ROSENTRETER VERLÄSST DIE WELT DES GLAMOURS UND SATTELT UM: MIT „ILSES WEITE WELT“ HAT SIE EINE MARKE GESCHAFFEN, DIE KOMMUNIKATIONSPAKETE UND AUFKLÄRUNGSMATERIALIEN ZUM THEMA DEMENZ BEREITSTELLT.

Die Filme und das Begleitmaterial erleichtern die Ansprache von demenziell veränderten Menschen. Anstoß für das Projekt waren Erfahrungen mit Demenz im familiären Umfeld – ein Wendepunkt im Leben der Moderatorin. Sie ließ sich in der Pflege schulen und arbeitete mit Demenz-Experten zusammen, um die Konzepte zu entwickeln. „Ein liebevolles Annehmen und Integrieren dementiell veränderter Menschen kann uns dazu führen, das Unvollkommensein wieder mehr zuzulassen und als Gemeinschaft zu mehr Menschlichkeit zu finden. Ich selbst habe mit meiner Großmutter Ilse so viele wunderbare Erlebnisse auch noch in ihrer Erkrankung haben dürfen, dass es mir zur Herzensaufgabe wurde, für einen positiven Umgang mit Alzheimer-Patienten zu werben“, berichtet Sophie Rosentreter. Das Konzept richtet sich sowohl an Pflegeprofis als auch an pflegende Angehörige: „Ich weiß nur zu gut, wie schwierig es für eine Familie ist, wenn das Gefühl wächst, zu den Lieben nicht mehr vorzudringen und sie damit ein Stück weit zu verlieren. Da sind viele Emotionen im Spiel und eine große Hilflosigkeit – gerade im privaten Umfeld. Genau da setzen wir an.“

Deutscher Pflegepreis - Preisträger Schlütersche

Kriterien

Der Schlütersche Freundespreis der Pflege ehrt Personen des öffentlichen Lebens, die sich ehrenamtlich durch besonderes Engagement und Unterstützung in der Pflege verdient gemacht haben. Die Person sollte nicht direkt aus dem Bereich der Pflege kommen, sondern sich als „Freund“ durch einen persönlichen Bezug oder persönliches Anliegen für die Profession stark machen. Besonders Personen, die sich durch die Unterstützung von Stiftungen, Vereinen, Initiativen oder Sonderprojekten im Bereich Pflege hervorheben, werden bedacht, sodass das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wiederum der geförderten Einrichtung zugutekommt.

Jury

Die Jury des Freundespreises der Pflege besteht aus Vertretern der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Die Jury wählt jährlich einen Preisträger aus. Das interne Gremium besteht aus Lutz Bandte (Geschäftsführer der Schlüterschen), Christiane Pitschke (Unternehmenskommunikation), Kerstin Werner (Leiterin des Content-Bereichs Pflege) und Olaf Groß (Chefredakteur des Magazins nobilis). Der Freundespreis der Pflege ist mit 3.000 Euro dotiert und geht zugunsten der Stiftung, Einrichtung oder Vereins des Preisträgers.

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Innovation" verliehen von der Sparkassen-Finanzgruppe

Plötzlich Pflegefall - eine Lebenssituation, die Fragen aufwirft: 

  • Wie bleibe ich selbstbestimmt? 
  • Wo lebe ich und werde gepflegt? 
  • Wie schütze ich meine Angehörigen vor der Belastung? 

Um diese Lebenssituation zu meistern, sind dringend Antworten notwendig.

Auch für den Krankenversicherungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe, die UKV - Union Krankenversicherung, ist das eine Herzensangelegenheit. Deshalb fördert sie seit 2017 mit dem „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ zukunftsweisende Projekte in der Pflege. Der Preisträger darf sich freuen, denn er erhält für seine Idee ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Nutzen Sie Ihre Chance und machen Sie zum Thema „Pflege im Quartier“ mit.

Preisträger 2018

GEIMEINSAM IN STEINHEIM - GEIST

Das „Projekt Gemeinsam in Steinheim - GeiSt“ wurde als Bürgerinitiative zur Bewältigung des demografischen Wandels in der Region und mit Unterstützung von Bürgermeister und Rat der Stadt Steinheim begonnen. Zwischen 2014 und 2017 entstand dann das Projekt GeiSt: Das neue Quartier bezieht sich auf die Kernstadt Steinheim. Es entstand eine stationäre Einrichtung für 48 Bewohner, 28 barrierefreie Wohnungen für ältere und pflegebedürftige Menschen und ein Begegnungszentrum mit zahlreichen Kultur- und Freizeitangeboten. Für den laufenden Betrieb wurde das Evangelische Johanneswerk angesprochen, das die Personalverantwortung für das laufende Quartiersmanagement trägt. Herzstück ist ein neuartiges Quartiersmanagement mit folgenden sechs Schwerpunkten: Ein Netzwerk kleiner Hilfen im Alltag, Entlastung pflegender Angehöriger, Hilfen für Familien mit an Demenz erkrankten Angehörigen, Teilhabe der Bürger*innen im Quartier, (pflegerische) Krisenintervention und Netzwerkarbeit sowie regelmäßiges Angebot eines offenen Mittagstischs im Quartier.

Geschäftsführer des Alters-Instituts Bodo de Vries als Projektträger von GeiSt: „Der Pflegeinnovationspreis ist eine wunderbare Bestätigung für unser neuartiges Konzept und gleichzeitig Ansporn für die weitere Arbeit. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und werden das Preisgeld für unsere Bürgerstiftung verwenden.“

Geist - Preisträger Sparkasse Finanzgruppe

Thema: Pflege im Quartier

Auf der Suche nach zukunftsweisenden Projekten

Die „Pflege im Quartier“ wird beim „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ großgeschrieben. Gesucht sind Lebensräume, die so gestaltet sind, dass (ältere) Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können und dort Unterstützung oder Pflege erhalten. Hierfür braucht es altersgerechten Wohnraum sowie Angebote häuslicher Pflege und Hilfe. Auch auf die gute Vernetzung der Generationen untereinander kommt es an. Wenn Menschen gemeinsam aktiv werden und sich gegenseitig unterstützen, stärkt das nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern jeden einzelnen Bewohner.

Experten aus Gesundheit Politik und Wirtschaft bewerten nach folgenden Kriterien:

  • Innovationskraft (u. a. Neuartigkeit, kreative Ausgestaltung)
  • Relevanz (u. a. Vorreiterrolle, Nachahmbarkeit)
  • Zukunftsfähigkeit (u. a. Ausbaufähigkeit, Dynamik)
  • Zielgruppe (u. a. gesellschaftlicher Aspekt)

Ihr Projekt bietet all das? Bewerben Sie sich. Sie kennen ein Quartier, das in Frage kommt? Schlagen Sie es vor.

Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren für den „Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe“ ist abgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen Bewerbern für die vielen spannenden Projekte.

Auch für 2019 wird das Thema „Pflege im Quartier“ ausgeschrieben. Das Bewerbungsverfahren startet im Sommer. Ausführliche Informationen finden Sie dann hier.

Jury

Karl-Joseph Laumann

Karl-Joseph Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Prof. Dr. Adeleheid Kuhlmey

Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Direktorin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Professorin für Gerontologie

Uwe Lübking

Uwe Lübking, Beigordneter Deutscher Städte- und Gemeindebund

Andreas Westerfellhaus

Andreas Westerfellhaus, Geschäftsführer ZAB Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen


Manuela Kiechle

Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied Union Krankenversicherung AG

Tanja Müller-Ziegler

Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied Berliner Sparkasse

Dr. Ulrich Netzer

Dr. Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbandes Bayern

Prof. Dr. Heinz Reichmann

Prof. Dr. Heinz Reichmann, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Dresden, Dekan der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Nachwuchs" verliehen von der BGW

Gesund in der Pflege – von Beginn an. Eure Ideen sind gefragt!

Neu im Job und schon Ahnung, wie gesundes Arbeiten geht? Exklusiv für Auszubildende gibt es den Nachwuchspreis beim Deutschen Pflegepreis. Die Bewerbungsfrist für 2018 ist abgelaufen. Die nächste Chance kommt aber bald. Schon jetzt vormerken, wenn ihr in der ambulanten oder stationären Pflege seid.

Preisträger 2018

DIE PFLEGEJACKE

In ihrem Projekt „Die Pflegejacke“ entwickeln Sebastian Franz, Antonia Lutz und Marlene Michael von der Krankenpflegeschule der Klinikum Bayreuth GmbH ein innovatives Kleidungsstück für den Pflegealltag. Entstehen soll eine wärmende Jacke, die man auch während der Arbeit tragen kann. Für den BGW Nachwuchspreis präsentierten die drei Auszubildenden bereits einen Prototypen. Laut Ideenbeschreibung soll die Pflegejacke „ein erhöhtes Infektionsrisiko durch die hypothermische Schwächung des Immunsystems“ verhindern. Grundgedanke: Wer bei Arbeit nicht friert, wird seltener krank. Also sichtete das Team Hygienevorschriften, machte sich Gedanken, welches Material in Frage kommt und wie sich weitere Anforderungen an pflegerische Arbeitskleidung erfüllen lassen.

Nach Einschätzung der Jury haben die drei angehenden Pflegekräfte eine wohldurchdachte Lösungsidee für ein selbst erkanntes Problem präsentiert – getreu dem Wettbewerbsmotto „Gut gedacht. Gut gemacht. Gut gepflegt.“ Reif für die Serienproduktion ist die Jacke noch nicht, aber sie hat aus Sicht der Jury großes Entwicklungspotenzial.

Deutscher Pflegepreis - Preisträger BGW

Kriterien

Erste Bedingung: Ihr seid noch in der Ausbildung.
Zweite Bedingung: Euer Team besteht aus mindestens drei Azubis.
Bewerbungszeitraum: Mitte Mai 2017 bis Ende November 2017

Schickt uns Bilder oder Filme und eine Beschreibung eurer Idee.
Sie soll zeigen, wie ihr im Pflegejob fit bleibt. Denkt dabei zum Beispiel an Themen wie rückengerechtes Arbeiten, die Vermeidung von psychischen Belastungen, Hygiene von A bis Z oder daran, wie die Haut gesund bleibt.

Die Jury bewertet eure Bewerbungen anhand folgender Fragen:

  • Wie relevant ist die Idee für euren Job und euren Betrieb?
  • Wie innovativ ist die Idee?
  • Wie gut können auch andere Betriebe sie umsetzen?
  • Inwieweit fördert sie die eigene Gesundheit, die des Teams und die der weiteren Beschäftigten?
  • Wie nachhaltig sind die Vorschläge für den Betrieb?

Unser YouTube Film verrät euch mehr über den Wettbewerb.

Die Bewerbungsfrist ist Ende November abgelaufen. Im März erfahrt ihr, wer gewonnen hat.

Jury

Jan Gruber

Jan Gruber leitet seit 2009 den Bereich Externe Kommunikation der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Hierbei betreut er Webangebote, die Magazine für Auszubildende und Kampagnen – zuletzt die Aktivitäten für das Friseurhandwerk „Lebe Deinen Traum. Mit Glamour Style und schönen Händen“. Nach kaufmännischer Ausbildung und Magisterstudium der Politischen Wissenschaft war er als Presse- und Kampagnenleiter bei gemeinnützigen Organisationen tätig. Im Jahr 2000 begann er bei der BGW als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ilka Graupner

Ilka Graupner
Diplom Medizinpädagogin
Physiotherapeutin

Themenschwerpunkte bei der BGW:

  • Schulungs- und Beratungskonzepte zur Prävention und Rehabilitation von Muskel-Skelett-Erkrankungen
  • 3 Jahre Berufstätigkeit in der Jugend-Berufshilfe
  • 10 Jahre physiotherapeutische Tätigkeit in der orthopädischen und neurologischen Praxis
Dr. rer medic Sascha Schmidt

Dr. rer. medic. Sascha Schmidt machte im Jahr 1995 eine Ausbildung zum Krankenpfleger am Psychiatrischen Krankenhaus in Bad Emstal. Anschließend studierte er an der Universität Witten/Herdecke Pflegewissenschaft und schloss dieses Studium im Mai 2005 mit dem Master of Science in Nursing ab. Nach dem Studium arbeitete er zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pflegewissenschaft-Epidemiologie, Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, ehe er von Juni 2007 bis Januar 2012 am Institut für Sicherheitstechnik der Universität Wuppertal die Fachgruppe Pflegeforschung mit aufbaute und anschließend auch leitete. 2014 promovierte Sascha Schmidt zum doctor rerum medicinalium (Dr. rer. medic.) mit dem Thema „Arbeitsbedingungen von Pflegenden in stationären Altenpflegeeinrichtungen“ an der Fakultät für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. Seit Februar 2012 arbeitet Sascha Schmidt als Aufsichtsperson nach dem Sozialgesetzbuch VII bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in der Bezirksstelle Bochum.

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Praxis" verliehen von HARTMANN

Mit dem HARTMANN Pflegepreis bieten wir der Pflege eine Plattform, um deren Professionalität und Eigenständigkeit zu dokumentieren, damit aktiv die Aufwertung und Anerkennung der Pflege zu unterstützen und neue Ideen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Dabei sind keine theoretisch-wissenschaftlichen Arbeiten gefragt, sondern Projekte, Ideen und Lösungen, die innovativ und wegweisend sind und sich bereits in der Praxis bewährt haben.
Der HARTMANN Pflegepreis hat eine lange Tradition, denn er wurde erstmals bereits 1988 in Deutschland ausgeschrieben. Dabei ging es um „Tipps zum Umgang mit stuhlinkontinenten Patienten“. In den folgenden Jahren standen dann viele höchst relevante Pflegethemen im Fokus des Preises: von „Pflegekonzepten zum Umgang mit demenzkranken Menschen“ über die „Bedeutung einer interdisziplinären Pflege bei der Versorgung chronischer Wunden“ bis hin zum „sensiblen Umgang mit inkontinenten Menschen“. Von 1992 bis 2004 wurde der Preis als HARTMANN Care Award außerdem in fünf weiteren europäischen Ländern ausgeschrieben.

Entlassmanagement – das Thema 2017
Ein professionelles und patientenorientiertes Entlassmanagement stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. So werden im Zuge der demographischen Entwicklung auch Klinikpatienten immer älter und leiden oft zusätzlich an belastenden Mehrfacherkrankungen. Hinzu kommt, dass bedingt durch den Strukturwandel in der deutschen Krankenhaus-Landschaft Patienten immer schneller entlassen werden. Beide Konstellationen führen bei vielen Patienten zu einem erhöhten Risiko poststationärer Versorgungsprobleme, woraus sich ein weiterer, erheblicher Pflege- und Unterstützungsbedarf ergeben kann. Um solche Versorgungslücken erst gar nicht entstehen zu lassen, wurde das Entlassmanagement gesetzlich neu geregelt. Ab Mitte 2017 sind Krankenhäuser dazu verpflichtet, jedem Patienten – und nicht nur Risikopatienten – ein Entlassmanagement anzubieten.
Dass diese Situation für Kliniken mit einem enormen organisatorischen und auch bürokratischen Aufwand verbunden sein wird, liegt auf der Hand. Gefragt sind also Lösungen, die einerseits die Anschlussversorgung des Patienten aus der voll- und teilstationären Versorgung verlässlich und nach individuellen Erfordernissen sicherstellen, und andererseits die fachlichen und organisatorischen Strukturen eines Krankenhauses, aber auch von ambulanten Pflegediensten sowie Pflegeheimen nicht überfordern. Und wie so oft im Pflegealltag, kommt auch in diesem vielschichtigen Prozess der Pflegefachkraft strukturierende und steuernde Aufgaben zu.

Preisträger 2018

KRANKENHAUS DER BARMHERZIGEN BRÜDER TRIER – WAS UNS BEWEGT HAT:

Die Motivation zur Veränderung des Entlassungsprocedere entstand daraus, das die Zunahme an Ad-hoc Entlassungen zugenommen hat. Das Bewusstsein und Wissen, Patienten nicht adäquat versorgt nach Hause entlassen zu müssen, wie z.B. beim Fehlen von benötigten Hilfsmitteln oder auch die negativen Rückmeldungen seitens des Sozialdienstes, erhöhte die Bereitschaft des Pflegeteams, dieses Problem selbst „aktiv anzugehen“. Dem Pflegeteam war/ist es ein großes Anliegen, dass den Patienten und ihren Bezugspersonen ein sicherer, angstfreier sowie nahtloser Übergang in die außerklinische Versorgung ermöglicht wird und sie sich im Bezug auf Ihre Erkrankung gut informiert und beraten fühlen.

Deutscher Pflegepreis - Preisträger Hartmann

Kriterien

Als Beiträge für den HARTMANN Pflegepreis 2017 interessieren uns Projekte oder einzelne Maßnahmen des Entlassmanagements, an denen Sie als Pflegefachkraft einen entscheidenden Anteil hatten und so zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. Dabei geht es z. B. um diese Fragen:

  • Wie haben Sie durch Ihr Engagement oder Ihre Ideen das Entlassmanagement im Sinne Ihrer Patienten verbessert?
  • Welchen Einfluss hatte Ihr pflegerisches Fachwissen dabei?
  • Wie haben Sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestaltet und damit Ihr Entlassmanagement zum Erfolg geführt?
  • Und mussten Sie dabei Widerstände überwinden?

Von besonderem Interesse ist die sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Deshalb sind Projekte, die in der Klinik initiiert wurden, genauso gefragt wie Konzepte aus dem ambulanten Bereich oder aus der stationären Altenpflege.

Jury

Eine unabhängige Jury namhafter Praktiker bewertet die Einsendungen und prämiert die drei besten Konzepte. Zur Jury gehören:

  • Barbara Glasmacher, Abteilungsleitung Case Management / Sozialdienst im Klinikum Dortmund
  • Suzanne Matthiä, Assistentin der PDL, Kliniken Köln – Krankenhaus Merheim
  • Michael Wipp, Geschäftsführer Pflege, Qualität, Politik, Orpea Deutschland Karlsruhe
  • Barbara Friesel, PAUL HARTMANN AG, Heidenheim

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Botschafter der Pflege" verliehen von der BVUK.

Preisträger 2018

ERSTE „BOTSCHAFTERIN DER PFLEGE“ KOMMT AUS BIELEFELD

Als gänzlich neue Kategorie des Deutschen Pflegepreises wird der Preis „Botschafter der Pflege“ verliehen. Institutionen aus dem Pflegebereich aus ganz Deutschland waren eingeladen, besonders erfolgreiche und außergewöhnliche Mitarbeiter als mögliche Preisträger zu nominieren. Im Fokus stand dabei die stationäre Pflege in Krankenhäusern. Neben dem Nachweis überdurchschnittlicher Leistungen ging es darum, preiswürdige Kandidaten zu finden, die geeignet sind, jungen Menschen mit ihrer Persönlichkeit Mut zu machen, die eigene berufliche Zukunft in der Pflege zu suchen. Einhellig sprach die Jury den Preis „Botschafterin der Pflege“ Margarete Albrecht zu, die seit 15 Jahren am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld tätig ist, davon acht Jahre als Primäre Pflegekraft. Ausschlaggebend waren für die Jury zwei Punkte: Erstens: Dass sich Margarete Albrecht in ihrem Beruf kontinuierlich weiterentwickelt hat und nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenschwester noch ein Studium absolvierte. Zweitens: Dass sie als akademisierte Pflegende weiterhin in der direkten Patientenversorgung tätig ist und sich im engen Kontakt zu Kindern und Eltern befindet.

BVUK.-Geschäftsführer Michael Reizel: „Frau Albrecht hat den Preis mehr als verdient. Sie ist nicht nur eine versierte und beliebte Pflegende, sondern sie ermutigt mit ihrem Vorbild zur akademischen Qualifikation, sie ist Lehrbeauftragte und engagiert sich zudem noch für Kinder und Jugendliche in ihrer Kirchengemeinde.“

Jury Botschafter der Pflege

Kriterien

Wer kann teilnehmen?

Der Deutsche Pflegepreis in der Kategorie „Botschafterin/Botschafter der Pflege“ wird von der BVUK. Gruppe ausgelobt. Der Preis wird an eine Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. einen Gesundheits- und Krankenpfleger verliehen, die/der für ein ganz außerordentliches Engagement oder für eine sehr außergewöhnliche Leistung im Beruf geehrt werden soll und von einem Pflegeteam vorgeschlagen worden ist. Die jeweilige Pflegeprofession kann von Jahr zu Jahr wechseln - für 2018 richtet sich der Preis an Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in stationären Einrichtungen im Krankenhaus.
Die/Der Geehrte sollte mit ihrem/seinem Lebenslauf einerseits beispielhaft für die Berufsgruppe stehen und andererseits anderen Menschen Mut machen, sich für einen Beruf in der Pflege zu entscheiden.

Jury

Wie ist der Pflegepreis dotiert?

Alle Einsendungen werden von einer unabhängigen Jury namhafter Praktiker aus der Pflege und Vertretern des Preisstifters BVUK. bewertet.
Mit dem Preis ist eine Reise für zwei Personen für zehn Tage in ein außergewöhnliches Wellnesshotel in Europa verbunden. Der Zeitraum erfolgt in Absprache mit dem Preisträger.

Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung unterstützt den Deutschen Pflegepreis, weil damit Menschen geehrt werden, die sich in der oder für die Pflege engagieren. Indem der Preis ihre besonderen Leistungen auszeichnet, trägt er selbst mit dazu bei, der Pflege die ihr gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auch wenn in dieser Hinsicht in den letzten Jahren Einiges vorangekommen ist, bleibt noch viel zu tun, um gute Pflege auf Dauer zu sichern. Die Bertelsmann Stiftung wird sich dafür mit ihren Projekten weiter einsetzen.

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