Der Deutsche Pflegepreis

Die Preisträger wurden im Rahmen einer festlichen Gala am 13. März 2019 geehrt.

Der Deutsche Pflegepreis

Pflege geht uns alle an – das ist eine der Kernbotschaften des Deutschen Pflegepreises, der höchsten nationalen Auszeichnung im Bereich der Pflege.

Der Deutsche Pflegepreis prämiert in fünf Kategorien Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für die Pflege einsetzen und die für die Pflege Stellung beziehen. Ihr Engagement für das Wohl von Pflegenden und Patienten erhält so einen öffentlichen Rahmen und die nötige Wertschätzung.

Der Deutsche Pflegepreis 2019 wurde am 13. März auf einer festlichen Gala im Vorfeld des Deutschen Pflegetags in Berlin verliehen. Informationen zu den Kategorien sowie zu früheren Preisträgern finden Sie auf diesen Seiten.

Deutscher Pflegepreis
verliehen vom DPR

Seit 1999 verleiht der Deutsche Pflegerat den renommierten Deutschen Pflegepreis an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben. Der Preis ehrt und würdigt ihre Arbeit und ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege. Er setzt wichtige Akzente und würdigt Meilensteine in der Entwicklung der Pflegeberufe.

Kriterien

Besondere Verdienste
Lebenswerk; Innovation; Schaffung von neuen Strukturen; (berufs)politischer Erfolg; gesellschaftliche Relevanz; Zivilcourage; vernachlässigtes Thema/Gruppe für Pflege erschlossen; gegen viele Widerstände durchgesetzt

Nachhaltigkeit
Gesellschaftlicher Nutzen; Veränderung pflegerischer Praxis auf breiter Basis; gesellschaftliche/interprofessionelle Aufmerksamkeit/Relevanz

Bereiche
Politik; Bildung; Management; Praxis; Medien; Wissenschaft; Ethik

Diversity-Aspekte
Geschlecht; Fachbereiche; Pflege/Hebammen-Bezug; Pflege/Nicht-Pflege ; Ehrenamt/beruflich; Anerkennung für Leistung vs. Förderung einer Idee/eines Engagements

Preisträgerin 2019

Prof. Dr. Edith Kellnhauser, emeritierte Professorin der Katholischen Hochschule in Mainz, ist die Pionierin der Pflegekammern in Deutschland. Mit ihrer Promotionsschrift zum Thema hat sie den Weg für diese bereitet. Ihr Verdienst für die Professionalisierung der Pflegenden ist von enormer Bedeutung.

Für Edith Kellnhauser ist es von größter Bedeutung, dass die Pflegeberufe eine höhere Anerkennung und Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit erfahren. Das dies so ist und die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind, dafür setzt sich Edith Kellnhauser ihr ganzes Berufsleben ein. Dafür erhebt sie kraftvoll und verbunden mit einem enormen, vor allem auch internationalen Wissensschatz, nach wie vor ihre Stimme und damit hat sie Erfolg. Das zeichnet sie als Frau für die Pflege aus.

Edith Kellnhauser absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete als Pflegende und im Pflegemanagement in Deutschland, Großbritannien, Ägypten und in den Vereinigten Staaten. An der Florida International University erlangte sie den Bachelor of Arts in Philosophie und den Master of Science in Pädagogik. Danach arbeitete sie am Deutschen Krankenhausinstitut in Düsseldorf.

1992 wurde sie als Professorin für Pflegemanagement und Pflegepädagogik an die Katholische Hochschule Mainz berufen. 1993 hat sie an der Universität Osnabrück mit der Arbeit ´Krankenpflegekammern und Professionalisierung der Pflege. Ein internationaler Vergleich mit Prüfung der Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland´ zum Dr. phil. promoviert.

Edith Kellnhauser ist Mitglied in der Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz und hat im Jahr 2017 für ihre Verdienste das Bundesverdienstkreuz erhalten. Der Deutsche Pflegerat freut sich, sie für ihren enormen Einsatz für die Pflegeberufe mit dem Deutschen Pflegepreis des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR) zu würdigen.

Bisherige Preisträger

Die bisherigen Preisträger des Deutschen Pflegepreises des Deutschen Pflegerats waren:

  • Karl-Josef Laumann (2018)
  • Prof. Dr. Michael Isfort (2017)
  • Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein (2016)
  • Malu Dreyer (2015)
  • Prof. Dr. Frank Weidner (2013)
  • Prof. Christel Bienstein (2011)
  • Karla Schefter (2009)
  • Ute Herbst (2008)
  • Prof. Dr. Doris Schiemann (2007)
  • Robert Bosch Stiftung (2005)
  • Andrea Fischer (2003)
  • Prof. Dr. Ruth Schröck (2001)
  • Antje Grauhan (1999)

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Freund der Pflege" verliehen von der Schlüterschen

Die Schlütersche engagiert sich seit Jahren für den Bereich der Pflege. Verliehen wird der „Freundespreis“ an eine Person des öffentlichen Lebens, die sich ehrenamtlich für das Thema Pflege engagiert. Wir wollen zeigen, dass die Pflege eine Vielzahl von Unterstützern hat, die ihr den Rücken stärken und es auch ehrenamtliches Engagement von Personen aus der Öffentlichkeit braucht.

Preisträger 2019

Lebensqualität durch Musik: Demenzprojekt „Klang und Leben“ gewinnt Deutschen Pflegepreis in der Kategorie „Freund der Pflege“

Mit Freude und Begeisterung spielen Klang und Leben da auf, wo es am wichtigsten ist – bei den Betroffenen. Das Team von Klang und Leben besucht mit drei Musikern und einem Demenzcoach regelmäßig Senioreneinrichtungen. In einer musikalischen Zeitreise werden bekannte Lieder aus der Vergangenheit gespielt, Erinnerungen geweckt und den Menschen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben. Dazu sind nicht nur Betroffene, sondern auch deren Angehörige und Betreuer herzlich zum Teilnehmen und Mitmachen eingeladen. Die Musik verbindet in diesen Moment und ist oft ein regelrechter Türöffner für Gespräche. Gemeinsam mit dem Pflegepersonal wird im Nachhinein überlegt, wie man Musik und musikalische Therapie in der Demenzbehandlung in eigenen Projekten und Aktionen nutzen kann.

Zu den aktiven Mitgliedern von Klang und Leben gehört Oliver Perau, auch bekannt unter seinem Künstlernamen „Juliano Rossi“. Seit über 25 Jahren steht er solo oder als Teil der Band „Terry Hoax“ auf der Bühne und weiß nur zu gut, wie Musik wirken kann. Graziano Zampolin, hauptberuflich Krankenpfleger und Lehrer für medizinische Fachberufe, ist einer der Initiatoren der Gruppe. Er bringt sich sowohl als Demenzcoach als auch an der Gitarre ein. Der freischaffende Musiker, Produzent und Klavierlehrer Andreas Meyer ist Pianist und Keyboarder des Teams. An Schlagzeug und Percussion wirkt Karsten Kniep, ein Sozialpädagoge, der im Rahmen des Ambulant Betreuten Wohnens selbstständig tätig ist. Jens Eckhoff, bekannt aus der Band „Wir sind Helden“, ist als fünftes Musikermitglied für Gitarre und Cajon zuständig.

Preisträger 2018

Die Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Sophie Rosentreter erhielt für ihr Engagement und ihren öffentlichen Einsatz im Themenfeld Pflege den Deutschen Pflegepreis in der Kategorie „Freund der Pflege“. Unter anderem mit der Gründung ihres Unternehmens „Ilses heile Welt“ und der Veröffentlichung themenrelevanter Bücher rückt sie die Demenz ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Sophie Rosentreter setzt sich für Aufklärung und ein neues Bild der Pflege und des Alterns in unserer Gesellschaft ein. Sie bringt die Krankheit des Vergessens ins Bewusstsein der Gesellschaft und betont: „Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der Alter, Krankheit und Tod Teil des Lebens sind und einen Platz in unserer Mitte haben!“ Das Preisgeld wurde für technische Anschaffungen verwendet, um Demenzkranken weitere Erleichterungen und schöne Momente zu bieten.

Preisträger 2017

Dr. Eckart von Hirschhausen erhielt als erster Preisträger die Auszeichnung „Freund der Pflege“ für seinen öffentlichen Einsatz für die Profession Pflege. Der Unterstützer der ersten Stunde trägt in seinen Bühnenprogrammen, in dem Bestseller „Wunder wirken Wunder“, in seinen Fernsehauftritten und darüber hinaus dazu bei, dass die Pflege in der Öffentlichkeit Gehör findet.

„Ab heute offiziell Freund der Pflege zu sein, ist mir eine große Freude. Wir brauchen viel mehr öffentliche Unterstützung für die größte und wichtigste Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Die Spende wird mit meiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN für neue Workshops für Pflegekräfte eingesetzt. Wir haben schon über 10.000 Teilnehmer geschult in Seelenhygiene, Achtsamkeit und Freude in der authentischen Begegnung. Und noch mehr gibt es zu tun, denn: Geht es der Pflege gut, geht es uns allen gut!“, berichtet der Preisträger.

Kriterien

Der Schlütersche Freundespreis der Pflege ehrt Personen des öffentlichen Lebens, die sich ehrenamtlich durch besonderes Engagement und Unterstützung in der Pflege verdient gemacht haben. Die Person sollte nicht direkt aus dem Bereich der Pflege kommen, sondern sich als „Freund“ durch einen persönlichen Bezug oder persönliches Anliegen für die Profession stark machen. Besonders Personen, die sich durch die Unterstützung von Stiftungen, Vereinen, Initiativen oder Sonderprojekten im Bereich Pflege hervorheben, werden bedacht, sodass das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wiederum der geförderten Einrichtung zugutekommt.

Deutscher Pflegeinnovationspreis
der Sparkassen-Finanzgruppe

Plötzlich Pflegefall - eine Lebenssituation, die Fragen aufwirft: 

  • Wie bleibe ich selbstbestimmt? 
  • Wo lebe ich und werde gepflegt? 
  • Wie schütze ich meine Angehörigen vor der Belastung? 

Um diese Lebenssituation zu meistern, sind dringend Antworten notwendig.

Auch für den Krankenversicherungspartner der Sparkassen-Finanzgruppe, die UKV - Union Krankenversicherung, ist das eine Herzensangelegenheit. 
Deshalb fördert sie seit 2017 mit dem „Innovationspreis“ zukunftsweisende Projekte in der Pflege. Der Preisträger darf sich freuen, denn er erhält für seine Idee ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Nutzen Sie Ihre Chance und machen Sie zum Thema „Pflege im Quartier“ mit.

Thema: Pflege im Quartier

Auch in diesem Jahr wird die „Pflege im Quartier“ beim „Innovationspreis“ großgeschrieben. Gesucht sind Lebensräume, die so gestaltet sind, dass (ältere) Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können und dort Unterstützung oder Pflege erhalten. Hierfür braucht es altersgerechten Wohnraum sowie Angebote häuslicher Pflege und Hilfe. Auch auf die gute Vernetzung der Generationen untereinander kommt es an. Wenn Menschen gemeinsam aktiv werden und sich gegenseitig unterstützen, stärkt das nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern jeden einzelnen Bewohner.

Experten aus Medizin, Pflege, Politik und Wirtschaft bewerten nach folgenden Kriterien:

  • Innovationskraft (u. a. Neuartigkeit, kreative Ausgestaltung)
  • Relevanz (u. a. Vorreiterrolle, Nachahmbarkeit)
  • Zukunftsfähigkeit (u. a. Ausbaufähigkeit, Dynamik)
  • Zielgruppe ( u. a. gesellschaftlicher Aspekt)

Ihr Projekt bietet all das? Bewerben Sie sich. Sie kennen ein Quartier, das in Frage kommt? Schlagen Sie es vor.

Bewerbungsverfahren

1. Projekt wählen
Werden Sie selbst aktiv oder schlagen Sie andere vor. Teilnehmen können Projekte, Institutionen oder Vereine, die sich der Pflege im Quartier widmen und die folgenden Versorgungsangebote abdecken:

  • Bedarfsgerechtes Wohnen
  • Ortsnahe Versorgung & Pflege
  • Beratung
  • Soziale Teilhabe & Integration

2. Teilnehmen
Füllen Sie einfach online das Formular aus unter: www.ukv.de/pflegepreis
Bis zum 30. November 2019 haben Sie Zeit.

3. Gewinnen
Die Experten wählen den Gewinner im Januar 2020. Zeitnah erfahren Sie dann, welches Projekt prämiert wurde. Der Gewinner wird zur Verleihung des „Deutschen Pflegepreises“ Mitte März 2020 nach Berlin eingeladen.

Machen Sie mit!

Jury

Prof. Dr. Adeleheid Kuhlmey

Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Direktorin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Professorin für Gerontologie

Uwe Lübking

Uwe Lübking, Beigordneter Deutscher Städte- und Gemeindebund

Andreas Westerfellhaus

Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Manuela Kiechle

Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied Union Krankenversicherung AG


Tanja Müller-Ziegler

Tanja Müller-Ziegler, Vorstandsmitglied Berliner Sparkasse

Dr. Ulrich Netzer

Dr. Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbandes Bayern

Prof. Dr. Heinz Reichmann

Prof. Dr. Heinz Reichmann, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Dresden, Dekan der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden

Irene Maier

Irene Maier, Vize-Präsidentin Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Preisträger 2019

„Unser NETZ e. V.“ im schwäbischen Lenningen und Owen

„Unser NETZ e. V.“ lebt den Quartiersgedanken auf einzigartige Weise. Seinen Akteuren ist es gelungen, ein nahes, engagiertes und tragfähiges Netz zu knüpfen, das eine vorbildliche soziale Infrastruktur bietet. Das engmaschige Versorgungsangebot hat bereits zahlreichen Bürgern dabei geholfen, auch in einer Pflegesituation zu Hause zu bleiben. Dies gelingt gemeinsam mit fast 100 Ehrenamtlichen, in Kooperation mit örtlichen Vereinen und Institutionen aus beiden Gemeinden. Sie verbindet der Leitgedanke des Projekts: die gegenseitige Unterstützung von Menschen.

Am Anfang von „Unser NETZ e. V.“ stand Eigeninitiative: Vor 16 Jahren überlegten Bürger, was es in Lenningen braucht, um dort gut älter zu werden. Sie holten sich Anregungen, gründeten einen Verein, bauten Angebote auf und gaben sich neue Organisationsstrukturen, je mehr das Projekt wuchs. Seit 2011 das Vereinsgebiet um die Stadt Owen erweitert wurde, koordiniert „Unser NETZ e. V.“ soziale Angebote für alle Generationen. Kernbestandteil des Hilfekonzepts ist das „betreute Wohnen zu Hause“ mit umfassenden Alltagshilfen, Besuchsdiensten sowie einem erweiterten Angebot für Menschen mit Demenz. Begleitende Angebote wie Bewegungsgruppen und seit neuestem ein Bürgerfahrdienst für Einkaufsfahrten kommen hinzu. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Anlauf- und Beratungsstelle des Vereins. Sie hilft mit Case- und Care-Management in vielen Lebenssituationen weiter. Alle Angebote werden kontinuierlich ergänzt und bedarfsgerecht weiterentwickelt.

Verena Grötzinger, Vorstandsvorsitzende „Unser NETZ e.V" freut sich über die Auszeichnung: „Der Pflegeinnovationspreis würdigt die kontinuierliche Arbeit unseres Vereins und damit auch die großartige Leistung der Ehrenamtlichen.“

BU: Eine große sorgende Gemeinschaft:die Akteure von „Unser NETZ e. V.“.

eutscher Pflegepreis - Preisträger der Sparkassen-Finanzgruppe

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Nachwuchs" verliehen von der BGW

Nachwuchspreis 2019: Gesund in der Pflege – von Beginn an. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Die BGW dankt für eure zahlreichen Einsendungen! 

Neu im Job und schon Ahnung, wie gesundes Arbeiten geht? Exklusiv für Auszubildende in der ambulanten oder stationären Pflege gibt es den Nachwuchspreis beim Deutschen Pflegepreis.

So geht’s

BGW Nachwuchspreis 2021
Jetzt vormerken!
Erste Bedingung: Ihr seid noch in der Ausbildung.
Zweite Bedingung: Euer Team besteht aus mindestens drei Azubis.
Neuer Bewerbungszeitraum: ab Sommer 2020

Ihr sprudelt nur so vor Ideen, wie gesundes Arbeiten in der ambulanten und stationären Pflege besser geht? Zeigt was ihr drauf habt – ganz nach dem Motto des Nachwuchspreises: Gut gedacht, gut gemacht, gut gepflegt. Wie bleibt ihr im Pflegeberuf fit? Wie sollte euer Arbeitsplatz gestaltet sein, damit ihr im Job gesund bleibt? Was lässt sich verbessern? Was wird besonders gut gemacht? Zeigt es (den) anderen! Auch als Azubis könnt ihr eine Menge bewegen. Von euren Einfällen sollen alle in der Pflege profitieren.

Die Jury bewertet eure Bewerbungen anhand folgender Fragen:

  • Wie relevant ist die Idee für euren Job und euren Betrieb?
  • Wie innovativ ist die Idee?
  • Wie gut können auch andere Betriebe sie umsetzen?
  • Inwieweit fördert sie die eigene Gesundheit, die des Teams und die der weiteren Beschäftigten?
  • Wie nachhaltig sind die Vorschläge für den Betrieb?

Die beste Einsendung wird anlässlich des Deutschen Pflegetages im März 2021 auf einer Gala in Berlin prämiert – ihr könnt dabei sein. Eure Ideen werden außerdem mit 5.000 Euro Preisgeld honoriert, das für eine teambildende Maßnahme eingesetzt werden soll.

Der YouTube Film und die Website www.bgw-online.de/nachwuchspreis verraten mehr über den Wettbewerb – auch über die Gewinnerteams 2018 und 2019.

Wenn ihr Fragen zum Nachwuchspreis habt, schreibt uns gerne eine Nachricht: Nachwuchspreis@bgw-online.de.

Jury

Die Jury besteht aus Mitgliedern der Selbstverwaltung und der Verwaltung der BGW:

  • Dr. Herbert Deppisch
  • Christoph Langer
  • Silvia Thimm
  • Rudolf Reisbeck
  • Ilka Graupner
  • Dr. Sascha Schmidt
  • Jan Gruber

Preisträger 2019

Die „Anti-Slides"

Lena Schmitz, Michelle Gepfert und Anne Meyer (v. l.) gehen mit ihren „Anti-Slides“ ein alltägliches Problem in der Pflege an. Während der Duschbegleitung bekommen die drei Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenschule Christliches Krankenhaus Quakenbrück gGmbH immer wieder nasse Schuhe und Füße. Auch die Gefahr von Arbeitsunfällen – etwa durch Ausrutschen – ist groß.

Getreu dem Wettbewerbsmotto „Gut gedacht. Gut gemacht. Gut gepflegt.“ entwickelten sie eine einfache, praktikable Lösung: Ihre Überziehschuhe sind wasserundurchlässig und rutschfest konzipiert. Außerdem überzeugen die „Anti-Slides“ durch ihre Stabilität und Passgenauigkeit. Wiederverwendbar und damit nachhaltig sind sie obendrein.

Die Überziehschuhe bestehen bislang als gut durchdachtes Konzept. Doch dabei soll es nicht bleiben, wie Gewinnerinnen und Jury des BGW Nachwuchspreises 2019 hoffen. Denn auch außerhalb der stationären und ambulanten Pflege gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Mehr zu den „Anti-Slides“ in Wort und YouTube Film unter www.bgw-online.de/nachwuchspreis.

Deutscher Pflegepreis - Preisträger BGW

Preisträger 2018

DIE PFLEGEJACKE

In ihrem Projekt „Die Pflegejacke“ entwickeln Sebastian Franz, Antonia Lutz und Marlene Michael von der Krankenpflegeschule der Klinikum Bayreuth GmbH ein innovatives Kleidungsstück für den Pflegealltag. Entstehen soll eine wärmende Jacke, die man auch während der Arbeit tragen kann. Für den BGW Nachwuchspreis präsentierten die drei Auszubildenden bereits einen Prototypen. Laut Ideenbeschreibung soll die Pflegejacke „ein erhöhtes Infektionsrisiko durch die hypothermische Schwächung des Immunsystems“ verhindern. Grundgedanke: Wer bei Arbeit nicht friert, wird seltener krank. Also sichtete das Team Hygienevorschriften, machte sich Gedanken, welches Material in Frage kommt und wie sich weitere Anforderungen an pflegerische Arbeitskleidung erfüllen lassen.

Nach Einschätzung der Jury haben die drei angehenden Pflegekräfte eine wohldurchdachte Lösungsidee für ein selbst erkanntes Problem präsentiert – getreu dem Wettbewerbsmotto „Gut gedacht. Gut gemacht. Gut gepflegt.“ Reif für die Serienproduktion ist die Jacke noch nicht, aber sie hat aus Sicht der Jury großes Entwicklungspotenzial.

Mehr Infos zur Pflegejacke in Wort und Film unter: www.bgw-online.de/nachwuchspreis.

Deutscher Pflegepreis - Preisträger BGW

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Praxis" verliehen von der PAUL HARTMANN AG

Mit der Ausschreibung des Deutschen Pflegepreises in der Kategorie Praxis, bieten wir der Pflege eine Plattform, um ihre Professionalität und Eigenständigkeit zu zeigen und unterstützen damit aktiv die Anerkennung und Aufwertung der Profession „Pflege“.

Seit mehr als 200 Jahren unterstützt HARTMANN mit Produkten und Dienstleistungen die Pflegebranche. Dabei hat für uns der enge Kontakt und der Austausch mit den Pflegekräften einen hohen Stellenwert. Mit unterschiedlichen Maßnahmen helfen wir die aktuellen Themen der Pflege in der Öffentlichkeit voranzutreiben. Dazu hat HARTMANN 2018 zwei Studien initiiert: Während der Plexit Monitor die Situation von Pflegkräften in Deutschland untersuchte, setzte sich die #PflegeComeBack-Studie mit den Anforderungen von ehemaligen Pflegekräften an eine Rückkehr auseinander. 

Mitarbeiter für die Pflege gewinnen und binden – das Thema für den Deutschen Pflegepreis 2020

Angesichte der demographischen Entwicklung in Deutschland wird es zu einem relevanten Anstieg von pflegebedürftigen Personen kommen. Daraus resultiert eine erhöhte Nachfrage nach Pflegepersonal bei einem parallel kleiner werdenden Angebot an Arbeitskräften. Vor diesem Hintergrund des demographischen Wandels steht die Pflege vor vielfältigen Herausforderungen. Eine vorrangige Aufgabe ist die Bewältigung des bereits spürbaren Fachkräftemangels.

Uns interessieren Projekte, Ideen oder einzelne Maßnahmen, die dem bestehenden und wahrscheinlich noch wachsenden Personalengpässen in der Pflege entgegenwirken. Das können Maßnahmen sein, die dazu führen:

  • das neue Mitarbeiter gefunden werden
  • bestehende Mitarbeiter gehalten werden
  • das ehemalige Pflegefachkräften ein attraktiver Wiedereinstieg ermöglicht wird

Da die Bewältigung des Fachkräftemangels für alle Versorgungsbereiche ein zentrales Thema ist, interessieren uns Projekte sowohl aus dem ambulanten als auch aus dem stationären Bereich. Schicken sie uns ihre Ideen und lassen sie ihre Kollegen an ihren Erfahrungen teilhaben.

Ausdrücklich suchen wir keine theoretisch-wissenschaftlichen Arbeiten, sondern Projekte, Ideen und Lösungen, die sich in der Praxis bewährt haben.

Kriterien

Als Beiträge für den HARTMANN Pflegepreis 2017 interessieren uns Projekte oder einzelne Maßnahmen des Entlassmanagements, an denen Sie als Pflegefachkraft einen entscheidenden Anteil hatten und so zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. Dabei geht es z. B. um diese Fragen:

  • Wie haben Sie durch Ihr Engagement oder Ihre Ideen das Entlassmanagement im Sinne Ihrer Patienten verbessert?
  • Welchen Einfluss hatte Ihr pflegerisches Fachwissen dabei?
  • Wie haben Sie die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestaltet und damit Ihr Entlassmanagement zum Erfolg geführt?
  • Und mussten Sie dabei Widerstände überwinden?

Von besonderem Interesse ist die sektorenübergreifende Zusammenarbeit. Deshalb sind Projekte, die in der Klinik initiiert wurden, genauso gefragt wie Konzepte aus dem ambulanten Bereich oder aus der stationären Altenpflege.

Deutscher Pflegepreis
Kategorie "Botschafter der Pflege" verliehen von der BVUK.

Auf Initiative der in Würzburg ansässigen BVUK. Gruppe wird seit 2018 eine neu geschaffene Kategorie gestiftet – „Botschafter der Pflege“. Mit dieser Ehrung wird fortan die Arbeit von engagierten Pflegekräften besonders gewürdigt. Jetzt bewerben!

Kriterien

Wer kann teilnehmen?

Der Deutsche Pflegepreis in der Kategorie „Botschafterin/Botschafter der Pflege“ wird von der BVUK. Gruppe ausgelobt. Der Preis wird an eine Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. einen Gesundheits- und Krankenpfleger verliehen, die/der für ein ganz außerordentliches Engagement oder für eine sehr außergewöhnliche Leistung im Beruf geehrt werden soll und von einem Pflegeteam vorgeschlagen worden ist. Die jeweilige Pflegeprofession kann von Jahr zu Jahr wechseln - für 2018 richtet sich der Preis an Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in stationären Einrichtungen im Krankenhaus.
Die/Der Geehrte sollte mit ihrem/seinem Lebenslauf einerseits beispielhaft für die Berufsgruppe stehen und andererseits anderen Menschen Mut machen, sich für einen Beruf in der Pflege zu entscheiden.

Die Jury

Eine 10-köpfige Jury, bestehend u.a. aus Herrn Franz Wagner (Präsident des Deutschen Pflegerates) und Michael Reizel (Geschäftsführer und Eigentümer der BVUK. Gruppe) und weiteren herausragenden Vertretern des Deutschen Pflegerates 2019 sowie Anbietern von pflegeunterstützenden Produkten, wird aus allen rechtzeitig eingehenden Vorschlägen den Preisträger ermitteln.

Preisträgerin 2019

„Botschafterin der Pflege 2019“ kommt aus Ulm
Bereits zum zweiten Mal stiftet die in Würzburg beheimatete und auf betriebliche Altersvorsorge sowie Berufsunfähigkeitsabsicherung spezialisierte BVUK. Gruppe den Preis „Botschafter der Pflege“. Mit dieser Ehrung soll die Arbeit von engagierten Pflegekräften besonders gewürdigt werden. Im Vorfeld waren Institutionen aus dem Pflegebereich aus ganz Deutschland eingeladen worden, kreative, erfolgreiche und außergewöhnliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als mögliche Preisträger zu nominieren.

Mit großer Einhelligkeit sprach sich die Jury unter der Leitung von Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates, dafür aus, den Preis „Botschafterin der Pflege 2019“ an Helena Dyck zu vergeben. Helena Dyck (22) ist seit zweieinhalb Jahren als Gesundheits- und Krankenschwester sowie Stroke Nurse bei der RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm gGmbH tätig. Ausschlaggebend waren für die Jury folgende Punkte: Erstens: Helena Dyck hat sich trotz ihres jungen Alters binnen kurzer Zeit zu einer absoluten Leistungsträgerin auf Ihrer Station entwickelt, die sehr patienten- und teamorientiert und vor allem begeistert von ihrem Beruf ist. Zweitens: Mit dieser Begeisterung engagiert sie sich aktiv für den Nachwuchs in der Pflege. Sie kümmert sich um interessierte Schüler und betreut Auszubildende und Praktikanten. Drittens: Parallel zu ihrer pflegenden Tätigkeit wird Helena Dyck demnächst ein berufsbegleitendes pflegewissenschaftliches Studium aufnehmen. Mit dem Ziel, sowohl weiterhin als Pflegekraft zu arbeiten als auch als Dozentin künftige Generationen von Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern auszubilden.

Stefan Kühn, Mitglied der Geschäftsleitung der BVUK. Gruppe: „Frau Dyck hat sich den Preis wirklich verdient. Sie ist nicht nur eine ausgesprochen kompetente und beliebte Pflegende, sondern sie ermutigt mit ihrem Vorbild junge Menschen, sich einem Pflegeberuf zu verschreiben. Darüber hinaus arbeitet sie konsequent auf ihre akademische Ausbildung hin. Nicht, um der praktischen Arbeit auf der Station den Rücken zu kehren, sondern um zusätzlich auch noch als Dozentin für den Fachkräftenachwuchs tätig zu sein.“

Deutscher Pflegepreis - Preisträgerin 2019 BVUK.

Preisträgerin 2018

Mit großer Einhelligkeit sprach sich die namhaft besetzte Jury unter der Leitung von Franz Wagner dafür aus, den Preis „Botschafterin der Pflege 2018“ an Margarete Albrecht zu vergeben. Margarete Albrecht (34) ist seit elf Jahren am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld tätig, davon acht Jahre als Primäre Pflegekraft.

Deutscher Pflegepreis - Preisträgerin BVUK.

Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung unterstützt den Deutschen Pflegepreis, weil damit Menschen geehrt werden, die sich in der oder für die Pflege engagieren. Indem der Preis ihre besonderen Leistungen auszeichnet, trägt er selbst mit dazu bei, der Pflege die ihr gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auch wenn in dieser Hinsicht in den letzten Jahren Einiges vorangekommen ist, bleibt noch viel zu tun, um gute Pflege auf Dauer zu sichern. Die Bertelsmann Stiftung wird sich dafür mit ihren Projekten weiter einsetzen.

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